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Abschied von Jahrhunderten Erfahrung

Die Schule und die Gemeinde bedanken sich bei neun Lehrpersonen, die neu zu den Pensionierten zählen, für ihre lange Tätigkeit.

Hans-Ulrich Sturzenegger (1955) ist der Neu-Pensionär mit der längsten Unterrichtszeit in Herisau. Im Frühling 1976 startete er als Mittelstufenlehrer im Landhaus. «Ich habe diese Alter der Schülerinnen und Schüler bewusst gewählt.» 1993 reizte ihn der Wechsel an eine andere Stufe. An der damaligen Realschule erteilte er wie zu jenen Zeiten üblich alle Fächer. Nach einigen Jahren entschied er sich für die sprachlichen Fächer – und der Turnunterricht war ihm immer wichtig. «Da sieht man vieles im Charakter.» 2010 wurde in Herisau das integrative Oberstufenmodell Neigung eingeführt. Da gab es für Hansueli Sturzenegger nochmals einen Zimmerwechsel. «So habe ich jetzt nicht mehr ganz so viel Material zu räumen.» 44 Jahre seien schon eine sehr lange Zeit, meint er. «Emotional höre ich nicht gerne auf. Aber die Vernunft sagt mir natürlich: Es ist gut so, wie es ist.»

Vom Landhaus ins Waisenhaus

Daniel Schläpfer (1956) begann seine Lehrerkarriere noch während des Seminars in Kreuzlingen Mitte der Siebzigerjahre in einem Jahrespraktikum an der 3./4. Klasse im Saum. Nach Beendigung seiner Ausbildung unterrichtete er während zehn Jahren an der Mittelstufe Waldstatt. Es sei ein bewusster Entscheid gewesen, in dieser Altersstufe zu arbeiten. Dann wurde eine Stelle frei im Herisauer Landhaus. «Da kannte ich schon mehrere Kollegen, weshalb ich mich freute, dass ich dahin wechseln konnte.» Nach fünf Dreijahresdurchgängen auf der 4. bis 6. Klasse im Dorfzentrum veränderte er sich nochmals – Richtung Schulhaus Waisenhaus. Er war da im Zweijahresrhythmus Lehrer einer 3. resp. 4. Klasse. Ein Jahr vorzeitig die Pension anzutreten, passe jetzt sehr gut. «Ich kann mit einer 4. Klasse aufhören.»

Lange mit der gleichen Partnerin

Barbara Brunner beendet ihre Tätigkeit mit 62 Jahren. Die Unterstufe in der Müli war 1979 ihre erste Station. Nach einer Weltreise hatte sie das Glück, dass dort wiederum eine Stelle frei war. «So konnte ich in die Müli zurückkehren.» Nach der Heirat und der Familiengründung machte Barbara Brunner eine Unterrichtspause von ungefähr zehn Jahren. Sie stieg wieder in die Schule ein – mit mehreren längeren Stellvertretungen. Es sei für sie unter anderem darum gegangen, im System «Jobsharing» Erfahrungen zu sammeln. 2006 trat sie im Schulhaus Waisenhaus eine Unterstufenstelle an und arbeitete langezeit mit der gleichen Partnerin zusammen. Für die letzten Jahre ihrer Tätigkeit wechselte sie in die 3. und 4. Klasse und unterrichtete vorwiegend Englisch.

In die Schule zurückgekehrt

Martin Pfister (1954) stammt aus dem Kanton Zürich, unterrichtete zunächst als Primarlehrer, ehe er das HPS-Studium absolvierte. Während 14 Jahren arbeitete er als Gruppenleiter im Jugendheim Platanenhof Oberuzwil. «Ich hatte eigentlich gedacht, dass ich mit der Schule abgeschlossen hätte.» Nach einem Zwischenjahr bewarb er sich 1997 für die Stelle als Schulischer Heilpädagoge an der damaligen Realschule Herisau. Die Unterstützung der Jugendlichen bei fachlichen Inhalten stand da im Vordergrund – wurde aber bald auf den sozialen Bereich ausgeweitet. Er übernahm Aufgaben in der damaligen Sekundarschule und war zunehmend auch in Primarschuleinheiten tätig. In den vergangenen fünf Jahren war Pfister mit einer Kollegin für die schulische Sozialpädagogik der Schule Herisau zuständig.

Es wurden fast 20 Jahre

Jürgen Meier (1955) stammt aus Deutschland und unterrichtete zunächst in seiner Heimat, stieg aus der Schule aus und arbeitete unter anderem in der Versicherungswirtschaft und Immobilien- und Baubereich. «Ich habe in der Süddeutschen Zeitung ein Inserat der Schule Herisau gesehen und mich gemeldet.» 2001 begann seine Herisauer Zeit. Er unterrichtete zunächst an der Berufswahlschule, dann in der damaligen Realschule. Im neuen Oberstufenmodell war er während drei Jahren tätig, ehe er sich 2013 entschied, ins Zentrum Werken an der Poststrasse zu wechseln und die dortige Deutschklasse zu übernehmen. «Ich wollte ursprünglich während eines halben Jahres in Herisau bleiben. Jetzt sind es fast 20 Jahre geworden.»

«Es war ein guter Entscheid»

Peter Köppel tritt mit 65 Jahren die Pension an. Zu Beginn seiner Lehrertätigkeit unterrichtete er an den Primarschule in Uznach und Degersheim. 2006 kam er in Kontakt mit den Verantwortlichen der Schule Herisau. «Ich interessierte mich für eine Anstellung, allerdings war keine Klasse frei auf der Mittelstufe.» So unterrichtete Peter Köppel während eines Jahres im Ebnet befristet an der damaligen Realschule, ehe er an die Mittelstufe des Schulhauses Langelen wechselte. Zudem absolvierte er das Studium an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik und war darauf in den vergangenen zehn Jahren als Schulischer Heilpädagoge im Schulhaus Müli tätig. «Dieser Wechsel war ein guter Entscheid.»

Pendeln aus Bregenz

Andrea Nussbaumer beendet ihre Tätigkeit mit 64 Jahren. Sie stammt aus dem Vorarlberg, hat ihre Ausbildung zur Schulischen Heilpädagogin dort absolviert und unterrichtete jahrelang in Österreich. Die Tatsache, dass sie darauf über die Grenze ins St.Galler Rheintal wechselte, hing mit ihrer Tochter zusammen: «In meiner Heimat habe ich keine passende Teilzeitstelle gefunden.» Ein Vierteljahrhundert in der Schweiz ist daraus geworden. Zuletzt unterrichtete sie fünf Jahre lang im Schulhaus Kreuzweg. An das Pendeln aus Bregenz habe sie sich längst gewöhnt. Es falle ihr nicht leicht, aufzuhören, sagt sie.

Zurück zu den Jüngsten

Monika Germann ist im Februar mit 64 Jahren aus dem Schuldienst zurückgetreten. Ursprünglich war sie Unterstufenlehrerin, sie wechselte in die Privatwirtschaft und zu einer Stelle in einem Heim, bevor sie in St.Gallen als Reallehrerin tätig war. Nachher war es ihr Wunsch, eine Möglichkeit zu finden, wieder bei den Jüngsten zu unterrichten und Erfahrungen einzubringen. Sie beschloss, sich an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik zur Schulischen Heilpädagogin ausbilden zu lassen – gleichzeitig mit einem Kollegen und einer Kollegin, die in Herisau unterrichten. So entstanden Kontakte zum Schulhaus Langelen, wo sie vor sieben Jahren eine Stelle antrat. Da betreute sie Kinder der 1./2. Klasse und des Kindergartens.

«Wasser hat mich fasziniert»

Elfi Näf tritt als 64-jährige die Pension an. Sie war während zehn Jahren in Herisau als Schwimmlehrerin tätig, zuletzt an einem Tag pro Woche. Ursprünglich arbeitete sie als Handarbeits- und Turnlehrerin – in Speicher, Teufen, Hemberg. Sie hielt sich auch an den Schweizerschulen in Barcelona und Singapur auf. Dort erteilte sie auch Tauchlektionen. «Ich brauche keine Wettkämpfe im Wasser, aber Wasser hat mich stets fasziniert.» Natürlich könne die Beziehung zu Schülerinnen und Schülern nicht so vertieft sein wie der Kontakt einer Klassenlehrperson mit den Kindern. Aber deren Fortschritte zu erleben, sei jeweils sehr schön gewesen. Elfi Näf verlässt das Bassin des Herisauer Sportzentrums nicht ganz: Sie erteilt weiterhin Stunden im Rheumaschwimmen.


Sieben der neun Neu-Pensionierten: Peter Köppel, Martin Pfister, Hans-Ulrich Sturzenegger, Andrea Nussbaumer, Barbara Brunner, Jürgen Meier und Daniel Schläpfer (von links). Nicht auf dem Bild: Elfi Näf und Monika Germann.
Sieben der neun Neu-Pensionierten: Peter Köppel, Martin Pfister, Hans-Ulrich Sturzenegger, Andrea Nussbaumer, Barbara Brunner, Jürgen Meier und Daniel Schläpfer (von links). Nicht auf dem Bild: Elfi Näf und Monika Germann.
Schulkreis Ebnet Ost, Ebnet West, Ifang, Kreuzweg, Landhaus, Langelen, Moos, Müli, Saum, Waisenhaus, Wilen, Zentrum Werken

Datum der Neuigkeit 25. Juni 2020

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