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Abschied von vielen Jahrzehnten Erfahrung

Helen Schneider, Nelly Mühlemann, Lukas Pfiffner, Käthi Reifler, Imelda Signer, Dorothee Mack: Sechs Lehrpersonen treten die Pension an.

Sie koche in den Ferien und am Wochenende noch gerne, sagt Helen Schneider. Als 21-Jährige begann sie 1978 in Herisau als Kochlehrerin (wie die Bezeichnung einst lautete), in einem dunklen Keller im Schulhaus Wilen. Zwischenzeitlich unterrichtete sie an der Oberstufe auch Tastaturschreiben. Nach einem familienbedingten Unterbruch stieg sie wieder ein, die vergangenen Jahre betrug ihr Pensum im Ebnet Ost etwa 90 Prozent. Lange begleitete sie zudem am BBZ in einem kleinen Pensum das Haushaltslehrjahr. Riesig sei die Zahl der Jugendlichen, die sie unterrichtet habe. Keine eigene Klasse zu haben, empfand sie als Herausforderung, ebenso die praktische Abwicklung ihres Fachs WAH (Wirtschaft, Arbeit, Haushalt): «Wir können im Kochen nicht etwas verschieben wie vielleicht in einem anderen Fach.» Sie habe aber meist gern Schule gegeben, und das Team werde ihr sehr fehlen.

«Schön, aber intensiv»

Wenn das neue Schuljahr beginnt, erreicht Nelly Mühlemann das Pensionsalter von 64 Jahren. «Es war eine schöne, aber intensive Zeit in der Schule. Jetzt ist der Moment richtig, dass eine junge Kollegin übernimmt…» Nach dem Lehrerseminar unterrichtete sie an Stellvertretungen und einer befristeten Stelle im Kanton St.Gallen. Ab 1980 arbeitete sie in Herisau: im Kreuzweg, im Ebnet-Pavillon, im Schulhaus Bahn und im Landhaus. Ausser am Schluss, als sie das Turnen abgegeben hat, unterrichtete Nelly Mühlemann immer in einem vollen Pensum. Nach einer Knieoperation ist sie im Frühling in ihre 3. Klasse zurückgekehrt. Für den neuen Lebensabschnitt nimmt sie sich vor, das Leben zu geniessen, zu reisen, zu spazieren, sich mit ihren «Badi-Frauen» zu treffen. «Und ich möchte wieder in einer Englischgruppe aktiv mitmachen, die zuletzt zu kurz gekommen ist.»

Im Journalismus weiter tätig

Im März ist er 62 Jahre alt geworden, nun gibt Lukas Pfiffner eine 4. Klasse ab und lässt sich vorzeitig pensionieren. «Ich habe als Lehrer deutlich mehr Schönes als Unerfreuliches erlebt.» 1980 hat er seine erste Stelle im Moos (5./6. Klasse) angetreten. «Ich dachte: Ich bleibe höchstens zwei Jahre in Herisau.» Von 1981 bis 1992 unterrichtete er im Wilen, dann in der Deutschklasse im Ebnet und seit 1998 im Landhaus auf der Mittelstufe. 1993, als er das Pensum reduzierte, war er mit der Stellenteilung noch ein Exot in der Gemeinde. Nun beschränkt er sich auf den zweiten Beruf: Er ist als Redaktor für den TCS SG AI AR angestellt, berichtet für SRF über Eishockeyspiele und ist freier Mitarbeiter der Appenzeller Zeitung. Dies macht ein Pensum von etwa 50 Prozent aus, im Winter etwas mehr. «Ich freue mich, weiter eine interessante Tätigkeit auszuüben.»

«Werde die Kinder vermissen»

Käthi Reifler begann ihre Unterrichtstätigkeit 1977 an in St.Gallen. 1988 schaltete sie eine Familienzeit ein, war Leiterin einer Spielgruppe. 1994 zog die Familie nach Herisau. «Ich gab DaZ- und Stützunterricht im Kreuzweg.» Nach Stellvertretungen arbeitete sie ab 2006 im Jobsharing im Waisenhaus auf der Unterstufe. «Ein lebendiger Unterricht war mir immer wichtig. Wir gingen oft ins Freie.»2019 wechselte sie ins Wilen. Sie sei eines der wenigen älteren Teammitglieder gewesen und sehr gut aufgenommen worden. In ihrem letzten Schuljahr schätzte sie, noch einmal Englisch zu unterrichten. Im Mai ist sie 64 Jahre alt geworden, nun freut sie sich auf die Pensionierung. «Ich werde die Kinder aber vermissen.» Sie hat im Sinn, viel Zeit mit ihrem Mann zu verbringen, etwa beim Biken, Reisen und im Garten. Und sie freut sich an kreativen Beschäftigungen.

Im DaZ-Unterricht geblieben

Auch Imelda Signer hört pünktlich mit dem Unterrichten auf: Im Juli wird sie 64 Jahre alt. Nach der Ausbildung zur Kindergärtnerin unterrichtete sie in Urnäsch und im Rorschacherberg. Sie machte familienbedingt eine Unterrichtspause. Vor 28 Jahren übernahm sie in Herisauer Kindergärten DaZ-Stunden (Deutsch als Zweitsprache). «Diese Arbeit hat mir gefallen.» Parallel absolvierte sie die DaZ-Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule. Seit 17 Jahren war das Landhaus ihr schulisches Zuhause, zuletzt für die 1. und 2. Klasse. Im Vergleich zu früher schätzte sie, dass vielfältige DaZ-Lehrmittel unterstützend wirken. Sie hatte meist ein Pensum von rund 30 Prozent. «Ich wollte mich nie anders orientieren oder als Kindergärtnerin wiedereinsteigen.» Nun freut sich Imelda Signer auf neue Freiheiten und darauf, noch mehr Zeit als bisher mit ihren Enkelkindern zu verbringen.

Mit den rosa Schindeln

Auch Dorothee Mack beendet mit 64 Jahren die Unterrichtstätigkeit. Sie stammt aus Deutschland, war dort als Lehrerin und in der Aidsprävention tätig, machte ein Zweitstudium in Psychologie. Sie zog in die Schweiz, arbeitete als Psychologin und ging nach einer «Kinderpause» zurück in den Schuldienst, zuerst in Trogen. 2011 bewarb sie sich für die Stelle im Moos. «Als ich das Schulhaus mit den rosa Schindeln gesehen habe, wusste ich: Da werde ich mich wohlfühlen.» Der Eindruck habe sich bestätigt. Sie unterrichtete die Fächer Englisch und Französisch mit einem Pensum von knapp 50 Prozent. «Ich fand es sehr schön und interessant, die Schülerinnen und Schüler über vier Jahre – von der 3. bis zur 6. Klasse – zu begleiten.»Das Motto für die kommenden Monate umschreibt sie so: «Aus der Ruhe in Bewegung.» Sie wolle nicht schon die Zeit verplanen.


Die sechs Bald-Pensionierten (von links): Nelly Mühlemann, Lukas Pfiffner, Käthi Reifler, Imelda Signer, Helen Schneider und Dorothee Mack.
Die sechs Bald-Pensionierten (von links): Nelly Mühlemann, Lukas Pfiffner, Käthi Reifler, Imelda Signer, Helen Schneider und Dorothee Mack.
Schulkreis Ebnet Ost, Ebnet West, Ifang, Kreuzweg, Landhaus, Langelen, Moos, Müli, Saum, Waisenhaus, Wilen, Zentrum Werken

Datum der Neuigkeit 2. Juli 2021

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